MICHAEL KUTZNER - Texte

 
Christoph Tannert, ...  |  Harald Metzkes, Was geht in uns vor, wenn wir Michael Kutzners Bilder gut finden?  |  Ulrich Kavka, SCHWARZ auf WEISS  |  Dietrich Noßky, Für Kutzner  |  Michael Kutzner, ...  |  Matthias Flügge, The Living Dead  |  Matthias Flügge, Die Melancholie als Utopie  |  Tagesspiegel, Horror Vacui  |  tip, Naturgesetze  |  zitty, Eröffnung  |  Joachim Burmeister, Maler Kutzners Gier nach Stabilem  |  Fritz Jacobi, Dom und Wolken  |  Jürgen Schilling, Lontano dalla luce della Sicilia  |  Jürgen Schilling, Abseits vom Licht Siziliens  |  Joachim Burmeister, ltalien ist eine Melone  |  Tagesspiegel, Die Melancholie einer Teermaschine  |  taz, Stille Bilder  | 
 
 
 
Für Kutzner

Dietrich Noßky

Er ist Berliner, aber keiner, dem die Großstadt ausreicht. Er verdankt ihr Unruhe und Impulse, aber kaum Themen. Das Märkische, Grüblerische ist seine Sache, Zurücknahme bei aller Leidenschaftlichkeit. Kutzner ist Kolorist. Er liebt die Prachtenfaltung, aber auch die stilleren Töne, den Reichtum der Tonigkeit. Seine bildnerische Fantasie entzündet sich am Gegenstand, den er liebt und bewahrt. Kompromißlos, geradezu starrsinnig, arbeitet er an der Genauigkeit seines Ausdrucks. Alles ist schon einmal gesagt - aber nichts versteht sich von selbst.
Die Realität noch einmal vorzuführen unter der Maßgabe, das Erscheinungsbild der Oberfläche zu durchstoßen im Sinne von Verdeutlichung und Sichtbarmachung. gehört zu Kutzners Grundüberzeugung. Damit steht er in der reihe jüngerer Berliner Maler, die sich mit Gespür für den Zeitgeist der Tradition verpflichtet fühlen und den Fallstricken des Modernismus zu entkommen suchen.
1989